Die Geschichte meiner Sammlung

Als Kind bekam ich von meinen Eltern des öfteren einen kleinen blauen Gnom geschenkt. Manchmal für gute Noten (also dauernd, wer lacht da) oder zu anderen besonderen Anlässen. Da die Schlümpfe zu dieser Zeit sehr IN waren (in den Achtzigern), gab es auch zu einigen Sportveranstaltungen für die Kinder als Belohnung einen kleinen Blauen. Ich kann mich da zum Beispiel an den Tennisschlumpf erinnern, den ich natürlich bei einem Tennisturnier (Kuddel Muddel) als Trostpreis bekam.


So wuchs meine Sammlung damals auf eine beachtliche Anzahl von ca. 45 Stück (Ich fand das viel, es waren halt mehr als 3 und wenn man nur bis 3 zählen kann, dann ist ja alles darüber unendlich). Ich hatte so einen braunen Schlumpfhaussetzkasten in dem fast jeder Platz belegt war. Ich kann mich noch erinnern, dass der oberste Platz vom Schwimmschlumpf besetzt war. Ansonsten  passte ja nur noch der Schlafschlumpf  hinein.


Da meine kleine Schwester Iris genau 10 Jahre jünger ist als ich, vermachte ich ihr meine kleinen Lieblinge, mit der Auflage diese schön aufzubewahren. Im übrigen hatte ich vergessen zu erwähnen ,dass ich einem Teil der Schlümpfe von einem Freund meiner großen Schwester geschenkt bekommen habe. Heute noch gut an der Markierung T. S. unter halb der Füße zu erkennen. Ich glaube er hat es noch nicht bereut, die Schlümpfe abzutreten (Hoffe ich doch). Aber ich hatte das bereut, nein, nicht, dass ich die Schlümpfe bekommen hatte, sondern das ich sie "Little Sister" gegeben habe. Denn Jahre später wollte ich wissen, was aus ihnen geworden ist. Doch "sniff" sie wusste nicht mehr so genau,  wo sie waren. Sie waren angeblich nach einem Umzug verschollen. Wahrscheinlich im blauen Schlumpfhimmel.


Dann aber Weihnachten 1998: Was war da in meinem Adventskalender, den Iris für mich gemacht hat? Na? Nu sach schon! Was wohl ? Natürlich 24 Blaulinge und am 24. gab es den Rest und außerdem noch einen Besonderen, den Iris irgendwann mal bekommen hatte, nämlich den Schlumpf mit rosa Schultüte.


Von da an schleppte ich meine Frau und seit 2000 auch noch meinen Sohn Finn-Linus auf jeden Flohmarkt mit. Und meine Sammlung wuchs somit auf (Moment ich muss mal kurz nachzählen 1,2,3,4...ähhh ich glaub ich hab mich verzählt, also noch mal von vorn 1,2,3 ... 507, 508) 508 Schlümpfe, Smurfs, Pitufos oder wie man sie auch immer nennt auf der Welt. Wobei ich erwähnen muss, dass mein Ehrgeiz darin besteht wenigstens jeden Schlumpf einmal in meiner Sammlung begrüßen zu dürfen, also nicht unbedingt auch noch alle Varianten (Ja, ja, meine Familie würde jetzt sagen "Stimmt doch gar nicht, Du hast auch `ne Menge Varianten!" OK gewonnen, die sind eben ab und zu mit angefallen, konnte mich gar nicht wehren, wenn sie da so traurig und hilflos saßen).


Ich bin übrigens der einzige in meinem Haushalt der diese Schlümpfe liebt.

""Ich kann nicht mehr ohne Euch, wollt ihr meine Schlümpfe werden?"

Mein Kleiner darf nicht mit ihnen spielen, da: Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet. Kleinteile könnten verschluckt werden ! Außerdem hängen sie so hoch, dass er auch in 2 Jahren nicht herankommen kann.

Fazit: 

1. Schuld an der Misere ist meine Schwester Iris.

2. Kinder unter drei Jahren bekommen keine Schlümpfe. Kinder über drei Jahren auch nicht.

"Wieso darf ich nicht mit Deinen Schlümpfen in der Sandkiste verstecken spielen Papi?"

3. Ehefrauen mit einem Schlumpfsammler als Mann können einem wirklich leid tun.

4. Man braucht keinen Alk mehr, da man  sowieso immer blau sieht.

5. Meine Lieblingsfarbe ist nicht blau, sondern grün.

6. Kinder von Schlumpfsammlern müssen zum Karneval immer im Schlumpfkostüm herumlaufen.

7. Ich gucke im TV äußerst selten die Schlumpfserie, und ich kaufe auch nie die monatlichen Schlumpfcomics, nur die seltener erscheinenden Schlumpfbände.

8. Wir reden zu Hause KEIN schlumpfisch.

9. Das Lied von Vater Abraham darf ich nicht mehr hören.

"Nein, nein, nein, nicht schon wieder das Lied von Vater Abraham."

10. Schlumpfsammler verstehen Spaß, es sei denn man ist ein Miesepeter.

 

"Ich hasse Schlumpfsammler, dauernd wird man angegrabscht, geputzt und gewienert, dass bloß kein Staub ansetzt, und das andauernde Strammstehen in so einem blöden Regal nervt."

11. Einem Schlumpf steht bei mir nur 28 Quadratzentimeter (ich weiß grad nicht, wie ich hoch 2 schreiben kann) Wohnfläche zu Verfügung.

So, genug Fazits, das war nun die Geschichte meiner Sammlung. Ich hoffe, sie war nicht ganz einschläfernd. Wenn ja, werden die Online- Kosten wohl ins Unermäßliche gestiegen sein. Ich werde aber nicht dafür aufschlumpfen!!!!!

"Papaschlumpf sagt immer, Du sollst nicht einschlumpfen beim surfen"

Viel Spaß noch Andreas

last modified 12.10.2002 by Andreas Dahncke